Mobile Internetnutzung mit dem In-Store Erlebnis in 4 Schritten
Aktualisiert am: 13.05.2026
Wer heute ein Geschäft betritt, hat sein Smartphone griffbereit – und nutzt es aktiv beim Einkaufen. Für stationäre Händler ist mobile Internetnutzung längst kein Randthema mehr, sondern ein entscheidender Faktor für Umsatz und Kundenbindung. Wer die richtigen Strategien kennt, kann das Smartphone seiner Kunden zum Verbündeten machen.
Wie verbreitet ist mobile Internetnutzung im Einzelhandel wirklich?
Laut Studien von IMRG und eDigitalResearch haben 70 % der Ladenbesucher ihr Smartphone dabei, wenn sie ein Geschäft betreten. Das allein ist noch keine Überraschung – entscheidend ist, was diese Besucher damit tun. Das Muster, das sich zeigt, stellt den stationären Handel vor echte Herausforderungen, bietet aber gleichzeitig konkrete Ansatzpunkte.

Was Kunden mit dem Smartphone im Laden wirklich tun
Die Auswertung des In-Store-Verhaltens zeigt ein klares Bild: Das Smartphone dient nicht nur zur Kommunikation, sondern aktiv als Kaufhilfe und Preisvergleichs-Tool. Das Phänomen Showrooming – Produkte im Laden anfassen, aber günstiger online bestellen – ist dabei nur eine von mehreren Verhaltensweisen:
47 % nutzen das Smartphone als „Showroom", um Produktbewertungen zu lesen oder nach Alternativen zu suchen.
39 % vergleichen Preise direkt im Laden über das Internet.
31 % informieren sich erst vor Ort über ein Produkt, das ihnen spontan gefällt.
29 % bestellen nicht vorrätige Artikel noch im Laden bei einem anderen Anbieter.
28 % recherchieren unmittelbar vor dem Kauf Details zum Produkt.
18 % kaufen online, weil ihnen die Wartezeit an der Kasse zu lang ist.
Diese Zahlen verdeutlichen: Mobile Internetnutzung und stationärer Einkauf sind kein Widerspruch – sie greifen ineinander. Wer als Händler mobile Kanäle ignoriert, riskiert, Kunden mitten im Kaufprozess zu verlieren.
4 Gegenstrategien für smarte Shop-Betreiber
1. Kostenloses WLAN anbieten
Kostenfreies WLAN im Geschäft ist längst kein Luxus mehr, sondern ein erwarteter Service. Wer seinen Kunden einen schnellen Zugang bietet, schafft optimale Bedingungen für mobile Inhalte – und gewinnt nebenbei eine wertvolle Möglichkeit, E-Mail-Adressen zu erfassen. Im Gegenzug lässt sich direkt ein Newsletter oder ein exklusives Angebot platzieren. So wird das Smartphone des Kunden zum Kontaktpunkt, nicht zum Konkurrenten.

2. Tablets und iPads im Geschäft strategisch einsetzen
Immer mehr Händler stellen ihren Besuchern Tablets zur Verfügung – direkt auf der Verkaufsfläche oder in Umkleideräumen. Kunden können so das vollständige Sortiment einsehen, Größen prüfen und Bestellungen aufgeben, ohne das Geschäft zu verlassen. Ausverkaufte Artikel werden kein Hinderungsgrund mehr: Der Online-Shop springt nahtlos ein.
Tablets in Umkleideräumen zeigen, welche Größen online verfügbar sind.
Passende Accessoires oder kombinierbare Artikel werden direkt vorgeschlagen.
Ausverkaufte Produkte können bequem über den Online-Shop bestellt werden.
Besonders wirkungsvoll: Interaktive Firmenprospekte und digitale Blätterkataloge auf dem Tablet wirken verkaufsfördernd und laden dazu ein, das Sortiment zu erkunden. Mit einer Lösung wie interaktive Verkaufsprospekte kostenlos erstellen lässt sich ein klassisches gedrucktes Prospekt schnell in eine ansprechende digitale Publikation umwandeln – ideal für den Einsatz auf Instore-Tablets oder in der eigenen Filiale.
Wer seine Inhalte gezielt für mobile Nutzer aufbereiten möchte, findet mit der Digital Publishing App für mobile Nutzer eine praktische Ergänzung für die eigene Omnichannel-Strategie.
Jetzt kostenlos starten und digitale Verkaufsprospekte für den Einsatz im Geschäft erstellen: Jetzt kostenlos registrieren und das eigene Prospekt in ein interaktives E-Paper verwandeln.
3. Verkäufer mit Tablets ausstatten
Der moderne Verkäufer ist mehr als eine Kassierkraft – er ist Berater, Assistent und Markenbotschafter. Mit einem Tablet in der Hand kann er in Sekunden Bestände prüfen, Produktdetails aufrufen und gezielt Zusatzartikel empfehlen. Das überzeugt Kunden und hebt den In-Store-Besuch von der anonymen Online-Bestellung ab.

Der konkrete Nutzen für den Händler auf einen Blick:
Kunden treffen ihre Kaufentscheidung schneller und informierter.
Nicht vorrätige Produkte werden direkt online verkauft, statt verloren zu gehen.
Zusatzverkäufe steigen, da passende Produkte aktiv angezeigt werden.
Wartezeiten an der Kasse werden reduziert – ein klarer Pluspunkt für die Kundenzufriedenheit.
Das Ergebnis: Kunden erleben einen persönlicheren, moderneren Service – und kommen wieder.
4. Eigene Mobile App oder Scan-&-Pay-Lösung nutzen
Bereits 47 % der großen Einzelhändler setzen auf eine eigene App und eine mobiloptimierte Website. Ein bekanntes Beispiel ist Walmarts „Scan & Go"-Funktion: Kunden scannen ihre Artikel selbst, bezahlen über die App und umgehen lange Kassenschlangen. Walmart-Manager Gibu Thomas berichtete, dass App-Nutzer im Schnitt 40 % mehr ausgeben als Nicht-Nutzer – ein klares Signal für die Wirksamkeit mobiler Touchpoints.

Für kleinere Händler muss es keine eigene App sein – entscheidend ist, mobile Kaufprozesse so reibungslos wie möglich zu gestalten: schnelle Ladezeiten, mobiloptimierte Inhalte und digitale Kataloge, die auch auf dem Smartphone gut aussehen. Eine konsequente Omnichannel-Strategie verbindet den stationären Besuch mit dem digitalen Erlebnis – und macht aus dem Smartphone des Kunden einen Verbündeten statt einen Konkurrenten.
Für Händler, die den Schritt zur digitalen Publikation gehen wollen, lohnt sich ein Blick auf iPad Publishing für den stationären Handel – ein praxisnaher Einstieg in die Möglichkeiten digitaler Inhalte am Point of Sale.
Fazit: Mobile Internetnutzung als Chance begreifen
Stationärer Handel und mobile Internetnutzung schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich. Wer versteht, dass Kunden ihr Smartphone als selbstverständliches Kaufwerkzeug nutzen, und wer darauf mit den richtigen Services reagiert, gewinnt: mehr Vertrauen, mehr Abschlüsse und eine stärkere Kundenbindung. Beobachte das Verhalten deiner Kunden, höre in Social-Media-Kanälen aktiv zu und teste, welche digitalen Angebote am besten ankommen. Der erste Schritt muss nicht groß sein – aber er sollte heute gemacht werden.
FAQ: Mobile Internetnutzung im stationären Handel
Was versteht man unter mobiler Internetnutzung im Einzelhandel?
Damit ist die Nutzung von Smartphones oder Tablets durch Kunden im oder vor dem Ladenbesuch gemeint – etwa zum Preisvergleich, zum Lesen von Bewertungen oder zur direkten Online-Bestellung. Dieses Verhalten beeinflusst Kaufentscheidungen maßgeblich.
Was ist Showrooming und warum ist es für Händler relevant?
Beim Showrooming schauen sich Kunden Produkte im stationären Geschäft an, kaufen sie aber anschließend günstiger online. Für Händler bedeutet das, dass sie den Mehrwert des In-Store-Erlebnisses aktiv kommunizieren müssen, um Kaufabschlüsse vor Ort zu sichern.
Wie kann kostenloses WLAN im Laden zum Verkaufsinstrument werden?
Kostenfreies WLAN sorgt für bessere mobile Nutzung und kann gleichzeitig genutzt werden, um E-Mail-Adressen zu erfassen. Im Gegenzug können Händler direkt Angebote oder Newsletter-Anmeldungen platzieren und so die Kundenbindung stärken.
Welche Vorteile bringen Tablets auf der Verkaufsfläche?
Tablets ermöglichen es Verkäufern und Kunden, Bestände in Echtzeit zu prüfen, ausverkaufte Artikel zu bestellen und passende Zusatzprodukte zu entdecken. Das verbessert das Einkaufserlebnis und erhöht den durchschnittlichen Warenkorbwert.
Was ist eine Omnichannel-Strategie im Einzelhandel?
Eine Omnichannel-Strategie verbindet alle Vertriebskanäle – stationäres Geschäft, Online-Shop und mobile App – nahtlos miteinander. Kunden können so kanalübergreifend einkaufen, ohne Brüche im Erlebnis zu spüren.
Wie können interaktive Verkaufsprospekte den Umsatz steigern?
Digitale Blätterkataloge und E-Paper können auf Tablets im Geschäft, in E-Mail-Newslettern oder auf der Website eingesetzt werden. Sie informieren Kunden ansprechend über das Sortiment und führen direkt zu Kaufimpulsen – auch für Produkte, die im Laden nicht vorrätig sind.
Lohnt sich eine eigene Mobil-App für kleinere Einzelhändler?
Eine eigene App ist für kleinere Händler oft zu aufwändig und kostenintensiv. Wichtiger ist eine mobiloptimierte Website und der Einsatz digitaler Kataloge, die auf dem Smartphone gut funktionieren und Kunden zu relevanten Angeboten führen.
Wie kann ich verhindern, dass Kunden im Laden online bei der Konkurrenz bestellen?
Der Schlüssel liegt in einem überzeugenden In-Store-Erlebnis: guter Service, schnelle Verfügbarkeitsinfos, attraktive Angebote und eine persönliche Beratung. Wer dem Kunden mehr bietet als der anonyme Online-Händler, gewinnt den Abschluss vor Ort.
Welche Rolle spielen Social Media bei der mobilen Kaufentscheidung?
Social-Media-Kanäle sind wichtige Informationsquellen vor und während des Einkaufs. Händler sollten dort aktiv präsent sein, auf Bewertungen reagieren und Inhalte teilen, die potenzielle Kunden in den Laden oder zum Online-Shop führen.
Wie starte ich mit digitalen Publikationen für meinen Shop?
Der einfachste Einstieg ist, ein bestehendes PDF-Prospekt in eine interaktive digitale Publikation umzuwandeln. Plattformen wie YUMPU ermöglichen dies ohne technische Vorkenntnisse – das fertige E-Paper lässt sich dann auf der Website, per E-Mail und auf Instore-Tablets einsetzen.

